Das ist richtig und falsch zugleich. Denn links und rechts der zu Gleichgültigkeit auffordernden Piste müssten wir ihn eigentlich hören, den schlagenden Puls der Veränderung, müssten es spüren, das Vibrieren einer kreativen Energie. Lichtenberg vibriert. Ein Bezirk kämpft gegen alte Glaubenssätze und Blockaden, erlebt das Potenzial von Neuem.
Großprojekte in der Pipeline
Ein Aufbrechen hartnäckiger Klischees. Lichtenberg und Hohenschönhausen rücken zunehmend in den Fokus von Investoren und Unternehmen. Sie wirken mit am Strukturwandel, den der Bezirk vollzieht. Großprojekte stehen kurz vor dem Abschluss, neue stehen bereits in der Planungs-Pipeline. Kreative finden Platz und Raum für ihre Ideen. Wohnst du noch oder lebst du schon?
Ein Projekt der Superlative lässt stellvertretend die Bezirks-Muskeln spielen: Auf 21.000 m² Verkaufsfläche „Unterschätztes Kraftpaket“ Bezirk Lichtenberg : an der Landsberger Allee, Ecke Rhinstraße, wächst gerade Europas zweitgrößtes schwedisches Möbelhaus. Ein 70-Millionen-Euro-Projekt. Mit der Niederlassung des IKEA-Giganten sollen sich weitere Firmen um das Möbelhaus ansiedeln, so ein großes Möbel- und Fachmarktzentrum entstehen. Das Käuferpotenzial brettert direkt vor der Nase vorbei. 70.000 Autofahrer rauschen tagtäglich die Landsberger Allee entlang.
Mehrere Hausnummern stadteinwärts liegt das Alte Zwischenpumpwerk. Das unter Denkmalschutz stehende Backsteingebäude wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts aufwendig saniert. Hinter den im märkisch-gotischen Stil errichteten Gebäuden liegen Wassertanks. Einen der 5.000 m² großen Tanks will ein französischer Sportartikelhändler zum Megastore umbauen. Der Lifestyle hält Einzug.
Raum für junge Kreativität
Neben den großen Investoren gibt es eine dynamische Gründerszene. Der Bezirk bietet die Ressourcen, die in den Innenstadtbezirken bereits knapp zu werden drohen: Flächen und günstige Mieten. 2005 bezogen Designer, Fotografen, Künstler und Autoren einen leer stehenden Kindergarten in der Sewanstraße. Aus einstigen Gruppenräumen wurden Ateliers und Studios. Wo Kinder lernten, auf eigenen Beinen zu stehen, haben inzwischen Entwürfe laufen gelernt. Einige von ihnen – die Kollektionen des Fashion-Labels c.neeon, mit Namen wie Haschmichmädchen, Vogelhochzeit oder You cannot live without champagne and gypsies – laufen sogar über die Mode-Laufstege der Welt. Aus dem leerstehenden Kindergarten ist der „Heikonaut“ geworden. Den Sternen ein Stück näher. Bis nach Japan reicht die Berichterstattung über dieses Modellprojekt made in Lichtenberg. Eine andere Gruppe von 60 Kreativen ist seit 2004 in Lichtenberg. Als es denen in Prenzlauer Berg zu eng und zu teuer wird, wandern sie gen Osten. In dem ehemaligen Bahnbetriebsgelände Berlin-Lichtenberg-Ost haben sie sich in den BLO-Ateliers etabliert. Bahn frei für die Kreativwirtschaft. Grünes Licht für Superlative.
Das Potenzial Platz zieht innovative Start-ups in den Bezirk. Die ORCO-GSG Gewerbehöfe an der Plauener Straße entwickeln sich zu einem „Yes, we can“-Zentrum. Aber vor allem der produzierende Mittelstand, Handwerk und produktionsnahe Dienstleister haben sich neu etabliert. Industrieunternehmen – wenn auch nicht mehr tausende Arbeiter groß – sind in Lichtenberg in vielen Branchen vertreten, Platz für weitere Ansiedlungen gibt es auch.
Lichtenberg will sich zudem zum energetischen Modellbezirk entwickeln. Das Vattenfall-Braunkohle-Heizkraftwerk „Georg Klingenberg“ im Rummelsburg soll durch ein grünes Kraftwerk ersetzt werden: Die Energie kommt aus Gaskraft und Biomasse. Eine Millionen-Investition. Und um die Landsberger Allee soll demnächst noch mehr Wind gemacht werden. Auf dem grünen Mittelstreifen und zu beiden Seiten des etwa 600 Meter langen Abschnitts der Power-Straße vom Allee-Center bis zur Rhinstraße könnten zehn bis 15 Meter hohe, vertikale Windkrafträder einer neuen Generation installiert werden. Diese Idee – und viele weitere – unterbreitet das erste Klimaschutzkonzept eines Berliner Bezirks.
Standort für Unternehmen
Doch damit nicht genug der Superlative: An der Herzbergstraße liegt das größte vietnamesische Großhandelszentrum Berlins, das „Dong Xuan Center“, 5.000 m² großer Umschlagplatz für Ware aus Asien – The Asian Life inmitten Berlins, garantiert ohne Jetlag. Die Lebensmittelindustrie ist in Lichtenberg sowieso gut vertreten: mit der Berliner Kindl-Schultheiss-Brauerei hat hier Berlins letzte Großbrauerei ihren Sitz. Eine Erweiterung der Produktionsfläche steht bevor. Und jede Coca-Cola, die wir trinken, kommt auch aus Lichtenberg. An der Hohenschönhauser Straße steht der Abfüllbetrieb für die Hauptstadt und für Brandenburg. Die Hochleistungssportler, die im größten Olympiastützpunkt Deutschlands, in Hohenschönhausen, trainieren, werden aber sicherlich nicht so viel davon zu sich nehmen. An der Fritz-Lesch-Straße werden Sieger gemacht: Jenny Wolf, Britta Steffen, Robert Harting. Die Eisbären als Deutsche Meister im Eishockey – und Eisbären im größten Landschaftstiergarten Europas. Sogar mit eigenem Schloss. „Friedrichsfelde darf als das Charlottenburg des Ostens gelten, und allsonntäglich wandern Hunderte von Residenzlern hinaus, um sich Unter den Eichen daselbst zu divertieren“, schwärmte seinerzeit schon Theodor Fontane. Hier in Friedrichsfelde ist auch die Lebensqualität für Schwärmer. Gegenüber dem Tierpark sind in den Räumen einer ehemaligen Kita 18 Eigentumswohnungen entstanden. Die Wohnungen waren innerhalb kürzester Zeit verkauft, der Umbau einer ehemaligen Schule folgt. Leerstand gibt es in Lichtenberg nicht: Die Wohnungen für die 250.000 Bewohner sind zu 99 Prozent saniert. Platte ist nicht piefig, sondern Kult. Wie steht es doch so treffend in dem Buch „Plan B – Kulturwirtschaft in Berlin“, herausgegeben von den Heikonauten: „Betrachtet man Berlin als große Bühne, so ist der Bezirk Lichtenberg das, was man gemeinhin als Backstage bezeichnet, ohne die eigentlich gar nichts geht.“
TOP-ANGEBOT
Tempo ist bei Ihnen ein Wettbewerbsvorteil?
Beschleunigen Sie Ihr Business!
Beschleunigen Sie Ihr Business!
Haben Sie Fragen?
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!
www.orco-gsg.de
ORCO-GSG
Unternehmensförderungs und
-beratungs GmbH
Patricia Jaenisch
Franklinstraße 27
10587 Berlin
Tel.: 030 / 390 93-116
E-Mail: patricia.jaenisch@gsg.de
www.orco-gsg.de
ORCO-GSG
Unternehmensförderungs und
-beratungs GmbH
Patricia Jaenisch
Franklinstraße 27
10587 Berlin
Tel.: 030 / 390 93-116
E-Mail: patricia.jaenisch@gsg.de

